Optiken und Lichtverteilung: Das Licht an den richtigen Ort bringen
Warum dieselbe Lichtmenge mit unterschiedlichen Optiken ganz andere Ergebnisse liefert.
Die Lichtverteilung beschreibt, in welche Richtungen eine Leuchte ihr Licht abgibt. Eng strahlende Optiken bündeln es auf einen begrenzten Bereich. Breitere Verteilungen versorgen größere Flächen. Asymmetrische Optiken lenken das Licht bevorzugt in eine Richtung, beispielsweise auf eine Wand oder in einen Gang. Die Lichtstärkeverteilungskurve, kurz LVK, macht diese Unterschiede sichtbar.
Ein Ausstrahlungswinkel allein ersetzt keine Lichtplanung. Montagehöhe, Leuchtenabstand und die Ausrichtung der Optik bestimmen gemeinsam, wo das Licht ankommt. In einer hohen Halle kann eine andere Verteilung erforderlich sein als in einem niedrigen Büro. Auch Regale, Maschinen und Trennwände verändern das Ergebnis: Sie können Nutzflächen abschatten, obwohl am Boden genügend Licht vorhanden ist.
Für eine belastbare Berechnung werden die photometrischen Daten der tatsächlich angebotenen Leuchtenvariante benötigt, zum Beispiel als LDT- oder IES-Datei. Eine ähnliche Gehäuseform ist kein Nachweis für eine vergleichbare Lichtwirkung. Optik, Lichtstrom und Montageposition sollten daher immer zusammen ausgewählt werden.
Das sollten Sie für Ihr Projekt klären
- Montagehöhe, Leuchtenabstände und Hindernisse aufnehmen.
- Photometrische Daten der exakten Variante verwenden.
- Arbeitsflächen und vertikale Flächen getrennt prüfen.
Gut zu wissen: Die beste Optik ist diejenige, die zur Geometrie und Sehaufgabe passt – nicht automatisch die mit dem größten Lichtstrom.