Gleichmäßigkeit und Raumoberflächen: Mehr als ein guter Lux-Mittelwert
Dunkle Zonen, helle Inseln und Raumreflexionen in der Planung erkennen.
Die mittlere Beleuchtungsstärke beschreibt den Durchschnitt auf einer Bewertungsfläche. Sie zeigt nicht, ob zwischen den Leuchten deutlich dunklere Bereiche liegen. Dafür wird unter anderem die Gleichmäßigkeit U₀ betrachtet: Sie ist das Verhältnis der minimalen zur mittleren Beleuchtungsstärke auf derselben Fläche. Welche Anforderung gilt, hängt von der jeweiligen Aufgabe ab.
Auch die Verteilung der Helligkeit im Blickfeld zählt. Ein heller Schreibtisch vor einer sehr dunklen Wand kann anders wahrgenommen werden als derselbe Arbeitsplatz in einer ausgewogen beleuchteten Umgebung. Wände, Decken und große Möbel sollten deshalb nicht erst nach der Leuchtenauswahl betrachtet werden. Ihre Farben und Oberflächen beeinflussen den reflektierten Lichtanteil.
Berechnungen brauchen realistische Reflexionsgrade. Eine Planung mit hellen Decken lässt sich nicht unverändert auf eine Halle mit dunkler Konstruktion übertragen. Werden später hohe Regale ergänzt oder Oberflächen stark verändert, sollte die Beleuchtung erneut bewertet werden. Mehr Leistung allein beseitigt eine ungünstige Verteilung häufig nicht; oft helfen andere Positionen oder Optiken.
Das sollten Sie für Ihr Projekt klären
- Berechnungsflächen und ihre Grenzen eindeutig festlegen.
- Reflexionsgrade anhand des tatsächlichen Raumes ansetzen.
- Dunkelzonen und starke Helligkeitsunterschiede im Plan prüfen.
Gut zu wissen: Durchschnitt, Minimum und Raumwirkung gemeinsam beurteilen.