TRILUMIS
Planung

Vertikales Licht: Menschen und Informationen erkennen

Gute Beleuchtung endet nicht auf dem Fußboden. Gesichter, Tafeln und Regale brauchen Licht auf ihren eigenen Flächen.

Eine horizontale Berechnungsfläche beschreibt beispielsweise einen Tisch oder Boden. Für Gesichter, Regalseiten oder Schilder sind dagegen vertikale Flächen relevant. Zylindrische Beleuchtungsstärke betrachtet den Lichteinfall um eine senkrechte Achse und kann bei der Beurteilung räumlicher Kommunikation helfen.

Reine Beleuchtung von oben lässt Augenpartien unter Umständen dunkel erscheinen. Geeignete seitliche Lichtanteile und helle Raumflächen können die Erkennbarkeit verbessern. Zu flaches Licht ohne Schatten ist jedoch ebenfalls nicht in jeder Situation sinnvoll: Gesichter und Gegenstände benötigen eine lesbare Form.

Legen Sie in der Planung fest, was gesehen werden soll, aus welcher Richtung und auf welcher Höhe. Für Empfang, Unterricht oder Besprechungen entstehen daraus andere Bewertungsflächen als für Verkehrswege. Die erforderlichen Werte werden passend zur Nutzung und den geltenden Anforderungen bestimmt, statt einen universellen Luxwert auf alle Räume zu übertragen.

Das sollten Sie für Ihr Projekt klären

  • Gesichter, Beschriftungen und Präsentationsflächen erfassen.
  • Blickrichtungen und Nutzungshöhen festlegen.
  • Schatten und Blendung gemeinsam prüfen.

Gut zu wissen: Die relevante Sehfläche bestimmen, bevor Beleuchtungswerte verglichen werden.