Schatten und Modellierung: Formen sichtbar machen
Schatten sind nicht grundsätzlich ein Fehler. Sie können Formen zeigen – oder wichtige Details verdecken.
Gerichtetes Licht erzeugt ausgeprägte Schatten und macht Oberflächenstrukturen sichtbar. Licht aus vielen Richtungen wirkt weicher, kann räumliche Formen aber weniger deutlich erscheinen lassen. Das passende Verhältnis hängt davon ab, ob Menschen kommunizieren, Bauteile montieren oder Oberflächen kontrollieren.
Bei der Arbeitsplatzplanung müssen Hände, Werkzeuge und der eigene Körper mitgedacht werden. Eine rechnerisch helle Arbeitsfläche hilft wenig, wenn sie während der Tätigkeit abgeschattet wird. Bewegliche Arbeitsplätze oder wechselnde Arbeitshaltungen benötigen deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Prüfen Sie eine Musterbeleuchtung mit der echten Aufgabe und typischen Materialien. Häufig ist die Kombination einer ausgewogenen Allgemeinbeleuchtung mit passend positioniertem Aufgabenlicht sinnvoll. Zusätzliche Leuchten sollten jedoch nicht mehrere irritierende Schatten erzeugen oder direkt ins Blickfeld strahlen. Entscheidend ist die Erkennbarkeit der Arbeit, nicht eine möglichst schattenfreie Darstellung des leeren Raums.
Das sollten Sie für Ihr Projekt klären
- Körper- und Werkzeugschatten berücksichtigen.
- Materialproben mit der tatsächlichen Tätigkeit testen.
- Zusätzliche Blendung und Mehrfachschatten vermeiden.
Gut zu wissen: Schatten gezielt gestalten und unter realen Arbeitsbedingungen prüfen.