TRILUMIS
Technik

Wirkleistung, Leistungsfaktor und Oberschwingungen

Für Energiekosten und elektrische Auslegung werden unterschiedliche Kennwerte gebraucht.

Wirkleistung in Watt beschreibt die Leistung, die tatsächlich umgesetzt wird. Scheinleistung in Voltampere ergibt sich aus Spannung und Strom. Ihr Verhältnis ist der Leistungsfaktor. Bei elektronischen Geräten können verzerrte Stromverläufe zusätzlich eine Rolle spielen; ein einzelner cos-phi-Wert beschreibt diese Situation nicht immer vollständig.

Für die Energiebilanz der Beleuchtung werden Wirkleistung und Nutzungszeit betrachtet. Für Leitungen, Versorgung und die Bewertung vieler gemeinsamer Verbraucher benötigt die Elektroplanung weitere Angaben. THD beschreibt die harmonische Verzerrung und ist nicht dasselbe wie der Leistungsfaktor.

Vergleichen Sie Kennwerte unter gleichen Bedingungen. Ein Treiber kann bei geringer Dimmung anders arbeiten als bei Nennleistung. Deshalb sollten die relevanten Betriebszustände im Datenblatt oder durch geeignete Messungen abgedeckt sein. Die Bewertung des gesamten Netzes und möglicher Maßnahmen gehört in die Hände einer qualifizierten Elektroplanung.

Das sollten Sie für Ihr Projekt klären

  • Wirkleistung für die Verbrauchsrechnung verwenden.
  • Leistungsfaktor und THD nicht gleichsetzen.
  • Geplante Dimmzustände bei der Auslegung berücksichtigen.

Gut zu wissen: Die Kennzahl muss zur Frage passen: Verbrauch, Strombelastung oder Netzqualität.