TRILUMIS
Anwendungen

Museen und Exponate: Lichtdosis statt nur Helligkeit

Bei empfindlichen Objekten zählt neben der Beleuchtungsstärke auch, wie lange sie dem Licht ausgesetzt sind.

Licht kann empfindliche Materialien verändern. Für die konservatorische Betrachtung ist deshalb neben Beleuchtungsstärke und spektraler Zusammensetzung auch die Expositionsdauer relevant. Luxstunden beschreiben eine Beleuchtungsdosis, sind jedoch allein noch keine vollständige Aussage über ein Schadensrisiko.

Papier, Textilien, Farbstoffe und andere Materialien reagieren unterschiedlich. Grenzwerte und Ausstellungsdauer sollten mit den zuständigen Fachleuten für Konservierung festgelegt werden. Die pauschale Aussage LED schädigt nicht ist ungeeignet: Auch sichtbares Licht kann bei empfindlichen Objekten Veränderungen verursachen.

Eine gezielte Steuerung kann Beleuchtungszeiten begrenzen, beispielsweise durch bedarfsgerechte Präsentation. Gleichzeitig müssen Orientierung, Betrachtung und Bedienung sinnvoll bleiben. Dokumentieren Sie Einstellungen und Nutzungszeiten und überprüfen Sie Tageslichteinflüsse. Gute Präsentation entsteht durch passende Kontraste und sorgfältige Ausrichtung, nicht zwangsläufig durch möglichst hohe Beleuchtungsstärke.

Das sollten Sie für Ihr Projekt klären

  • Materialempfindlichkeit und Expositionsdauer erfassen.
  • Tageslicht und künstliches Licht gemeinsam berücksichtigen.
  • Szenen, Zeiten und Änderungen dokumentieren.

Gut zu wissen: Objektschutz gemeinsam mit konservatorischen Fachleuten planen.